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09.07.2019, 20:39 Uhr
Besuch der Frauenunion in der LAB Hesepe

Die Frauenunion Bramsche mit ihrer Vorsitzenden Marietheres Kempe besuchte am 20.06.2019 das Ankunftszentrum des Landes Niedersachsen für neu ankommende Flüchtlinge in Hesepe, kurz LAB genannt. Der Besuch der Frauenunion war angemeldet, denn ohne vorherige Erlaubnis darf die Einrichtung nicht betreten werden. Das gesamte Gelände ist eingezäunt. Sozialarbeiterin Corinna Dech nahm die Frauen in Empfang, führte durch die weitläufige Einrichtung und stellte sich vielen aufkommenden Fragen.

Ausländer, die als Flüchtlinge nach Niedersachsen kommen, erhalten zunächst Unterkunft und Verpflegung an den Standorten der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen. Dort bleiben sie, bis die erforderlichen Verfahrensschritte erfolgt sind. Der Gesundheits-Check und die Registrierung erfolgen sofort nach der Aufnahme.

Das Ankunftszentrum hat grundsätzlich Platz für 1200 Personen. Momentan sind dort ca. 700 Personen untergebracht. Täglich kommen Flüchtlinge dort an. Sie werden zunächst getrennt nach Familien und Alleinreisenden untergebracht. Berücksichtigt wird dabei nicht nur die Nationalität, sondern auch ethnische Zugehörigkeit. Alleinreisende Frau oder Frauen mit Kindern können auch in einem separaten Frauenhaus untergebracht werden.

Die Abläufe im Ankunftszentrum sind ebenso standardisiert wie die Einrichtung der Zimmer. Fernseher oder Kühlschränke sind grundsätzlich nicht vorgesehen. Die Essensausgabe findet in einem zentralen Gebäude statt. Essen darf nicht mit auf die Zimmer genommen werden. Die Bewohner und Bewohnerinnen können sich auch kein eigenes Essen zubereiten. Die Wäsche wird zentral gewaschen.

Die geflüchteten Kinder im schulpflichtigen Alter werden auf dem Gelände der LAB in Bramsche in entsprechend ausgestatteten Räumen unterrichtet. Auch für Kinder zwischen drei und sechs Jahren wird eine Kinderbetreuung durch Erzieherinnen angeboten.

Die CDU-Frauen und ihre Gäste besichtigten auch die auf dem Gelände befindliche Begegnungsstätte des Humanistischen Verbandes, in dem regelmäßig Kunst- und Musikprojekte sowie Gesprächskreise stattfinden.

Maria Stuckenberg als Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Bramsche, und Karin Sommer, die ehrenamtlich in der Begegnungsstätte mitarbeitet, erläuterten, dass freiwillige Helfer immer gebraucht würden. Das gelte auch gegenwärtig noch, nachdem der große Andrang der Geflüchteten abgenommen habe, und insbesondere für die Durchführung der Kunst- und Musikprojekte. Diese finden regelmäßig alle zwei Wochen statt. Willkommen seien auch Kleider- und Schuhspenden, insbesondere für Kinder und Männer in kleinen Größen. Dafür sind inzwischen direkt vor Ort Spendencontainer aufgestellt worden. Auch Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle werden gebraucht. Diese können am Eingang Pforte abgegeben werden.

Die Frauen der FU Bramsche erhielten bei ihrem Besuch einen umfassenden Einblick in den Ablauf des Asylverfahrens und notwendige erste Schritte, die nunmehr im Ankunftszentrum in Hesepe gebündelt werden. Dank gilt der Einrichtung für die große Transparenz im Rahmen der Führung. Die FU Bramsche wird sich dem Thema weiterhin widmen.

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