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16.03.2021, 07:22 Uhr
CDU Bramsche nominierte Kreistagskandidaten
Gesundheit als wichtiges Wahlkampthema – Schnelltests für alle Teilnehmer

Die CDU Bramsche hat in Engter die Kandidaten für den Kreistag nominiert - unter strengen Hygienevorgaben und mit vorherigen Schnelltests für die erschienenen Mitglieder. „Das im Rahmen der Corona -Verordnung und in Abstimmung mit den Behörden so zu machen, war richtig. An Schnelltests werden wir uns wohl gewöhnen müssen“, prognostizierte Stadtverbandsvorsitzender Oliver Reyle nach der gelungenen Veranstaltung. „Es ist auch einfach schön, sich einmal wieder persönlich zu sehen, wenn auch mit Maske usw. Die gemeinsamen Treffen fehlen einfach“, stellte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Imke Märkl fest. Sie hatte im Auftrage des Kreisverbandes die Koordination der Kandidatenfindung in Bramsche übernommen und erläuterte die vom Vorstand vorgeschlagene Reihenfolge.

Angeführt wird die Liste von Andreas Quebbemann (Achmer), der damit als Spitzenkandidat antritt. Der Bramscher Kreistagsabgeordnete berichtete über seiner Arbeit im Fraktionsvorstand und arbeitete die besondere Bedeutung der Wahl am 12. September heraus. „Gesundheit wird konkret und im übertragenen Sinne ein ganz wichtiges Thema für uns sein“, stellte Quebbemann fest. So gelte es, den Notarztstandort in Bramsche zu erhalten und wieder rund um die Uhr an sieben Tagen zu besetzen. Auch der Erhalt einer stabilen Schulstruktur mir einer starken Oberstufe am Greselius-Gymnasium sei ebenso wichtig wie gesunde Wirtschaft und Finanzen. „Anderen geht es nur ums Verteilen. Wir als Union wissen, dass alle Ausgaben erst einmal erwirtschaftet werden müssen.“ Die zu erwartende Insolvenzwelle bedrohe die Kreisfinanzen. „Diejenigen aber, die meinen, Feldlerchen seien durch Segelflieger gefährdet oder Gendersternchen vordringlich Aufgabe eines Landkreises, dürfen im Kreistag keine Mehrheit bekommen“, so Quebbemann. 

Auf Platz 2 der Liste folgt Imke Märkl (Mitte). Sie freute sich besonders, dass es gelungen war, eine Mischung aus Frauen und Männern, Jung und Alt sowie aus verschiedenen Ortsteilen aufzustellen. Als jüngste Kandidatin folgt auf Platz 3 die 24-jährige Katja Eichmann (Vorsitzende der Jungen Union, Mitte). Auf den Plätzen 4 bis 10 kandidieren Heiner Hundeling (Epe), Katrin von Dreele (Schleptrup), Viktoria Enz (Gartenstadt), Ernst-August Rothert (Engter), Gundolf Böselager (Sögeln), Gert Borcherding (Balkum) und Silke Kuhlmann (Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung, Gartenstadt). In geheimer Abstimmung votierten alle 35 anwesenden Mitglieder für die Liste, ein bemerkenswertes Signal der Geschlossenheit, über das sich Oliver Reyle besonders freute. Die formelle Wahl der Liste erfolgt auf der kreisweiten Aufstellungsversammlung am 26. April.

Zwischen den Wahlgängen berichtete André Berghegger aus seiner Arbeit im Bundestag in Berlin und die zu erwartende Überlagerung der Kommunalwahl durch die 14 Tage später stattfindende Bundestagswahl. „Wir hoffen - trotz der zurzeit schwierigen Corona-Situation - in der Endphase der Wahlkämpfe für Rückenwind zu sorgen. Und insofern bin ich bei aller augenblicklichen Verärgerung und Enttäuschung froh, dass ehemalige Fraktionsmitglieder, die meinten, sich persönlich an der Pandemie bereichern zu müssen, zumindest ihr Mandat zurückgegeben haben. Es gibt Dinge, die macht man einfach nicht, da habe ich kein Verständnis für“, so Berghegger ganz offen. In einem Gespräch mit Ernst-August Rothert versprach er zudem, sich in Berlin für die Belange der Gastronomie einzusetzen. „Das Spanferkel fehlt! Hoffentlich geht bald wieder mehr,“ fasste der im Landkreis direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete zusammen.