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05.09.2022, 09:28 Uhr
Kritik an Neuregelung - CDU Bramsche: Vorfahrt an der Hemker Straße wieder ändern
 Die CDU-Fraktion im Stadtrat Bramsche fordert die Rücknahme der Vorfahrtsänderung an der Hemker Straße. Es sei eine „Frage der Zeit“, wann es hier zu Unfällen komme, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Bramsche -  „Wir haben viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, die unsere Kritik an dieser Entscheidung des Bürgermeisters teilen. Wenn nicht wie derzeit ein Teil der Hemker Straße gesperrt sei, ließen sich „täglich gefährliche Rückstaus beobachten, schwere Unfälle sind nur eine Frage der Zeit“, wird der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Quebbemann in der Mitteilung zitiert. In der Gegenrichtung sei ein Abbiegeverbot erlassen worden, um einen Rückstau auf die Bahngleise zu vermeiden. Warum dies nun bei der Vorfahrtsänderung nicht gelte, „ erschließt sich nicht“, so Quebbemann weiter.

Die CDU-Fraktion sei über die Beantwortung einer Anfrage, wonach die Neuregelung aus Sicht des Bürgermeisters „im Wesentlichen problemlos angenommen“ werde, sehr überrascht. Anlieger nehmen das, so heißt es in der Mitteilung der Christdemokraten, offensichtlich anders wahr. „Als Radfahrerin kann ich auch die Antwort, die Querung der Schubertstraße sei nach eigener Erfahrung des Bürgermeisters sicherer geworden, nicht nachvollziehen“, ergänzt demnach Fraktionsmitglied Imke Märkl.

Eine vergleichbare Abfahrt an einer Bundesstraße sei nach Auskunft der Stadt selbst der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau nicht bekannt, betont die CDU. Die Verbesserung des Verkehrsflusses von der B 68 sei offensichtlich das einzige Argument für die Änderung, ein Unfallschwerpunkt liege nämlich nicht vor.

Auch der sogenannte Schutzstreifen für Fahrradfahrer auf der Hemker Straße suggeriert aus Sicht der CDU bloß eine Scheinsicherheit. „Wer ihn benutzen möchte, möge das tun, aber selbst Elfjährigen zu verbieten, in Richtung Achmer den gut ausgebauten Fahrradweg auf der anderen Straßenseite als sichere Alternative zu benutzen, muss rückgängig gemacht werden. Auch das haben wir beantragt und sind auf die Entscheidung im Rat gespannt“, so Quebbemann der Pressemitteilung zufolge.

Der CDU-Landtagskandidat Markus Kleinkauertz habe sich auf Einladung der CDU-Stadtratsfraktion ebenfalls ein Bild vor Ort gemacht. „Hier wie im ganzen Land Niedersachsen müssen Fahrradfahrer Vorrang haben und deren Sicherheit ganz oben stehen, das ist so nicht der Fall“, wird Kleinkauertz zitiert.