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14.12.2011, 19:18 Uhr | Bramscher Nachrichten
Eine Gemeinde zwischen vier Bischöfen
CDU-Senioren zu Besuch in Neuenkirchen-Vörden
Bramsche. Sie hatten eine gute Wahl getroffen, die CDU-Senioren, als sie sich für den diesjährigen Jahresausklang für das benachbarte Vörden entschieden. Und Sigrid Marquard gab als Neuling mit der perfekten Vorbereitung einen lobenswerten Einstand im Vorstandsteam.

Seit vielen Jahren schon endet das Jahresprogramm der CDU-Senioren mit dem wechselnden Besuch einer evangelischen und einer katholischen Kirche. In Vörden empfing Pastor Rahe die Bramscher Besucher im Eingang der St.-Christophorus-Kirche, um mit ihnen die erbetene Adventsandacht zu feiern. Danach stellte er den Besuchern seine Kirche und deren Geschichte vor.

Das Gotteshaus übernahm seinen Namen von einer an gleicher Stelle existierenden St.-Christophorus-Kapelle. Nach der Reformation wurde die Kirche als Simultankirche von beiden Konfessionen genutzt, bis die Katholiken 1858 eine Kirche bauten.

Zum Abschluss sprach Rahe von dem Kuriosum, dass die politische Gemeinde Neuenkirchen-Vörden von vier Bischöfen „regiert“ wird. Während Vörden zum Bistum Osnabrück und zur evangelische Landeskirche Hannover gehört, ist für Neuenkirchen der Landesbischof von Oldenburg beziehungsweise der Bischof von Münster zuständig.

Vorsitzender Ralf Reuter, der sich wegen entzündeter Stimmbänder nur flüsternd verständigen konnte, überließ es Ingrid Winkler und Sigrid Marquard, sich bei Pastor Rahe für die freundliche Aufnahme zu bedanken. Sie taten dieses mit einer Spende für die Aktion Brot für die Welt.

Nach dem Besuch des Gotteshauses wechselten die Senioren ins Ackerbürgerhaus. Dort hatten Helferinnen ein üppiges Büfett mit selbst gebackenen Kuchen und Torten vorbereitet. Dietrich Stahl, Vorsitzender des Heimatvereins, begrüßte die Bramscher mit der Bitte, „der Kuchen muss alle werden“.

Als die Nachfrage der Senioren nach Kaffee und Kuchen nachließ, stellte Dietrich Stahl das Ackerbürgerhaus vor. Wenn es sich heute als Schmuckstück präsentiert, dann ist nur schwer vorstellbar, dass es sich einmal um eine unbewohnte Ruine gehandelt hat. Und dass daraus, und zwar nur durch Eigenleistung, das Ackerbürgerhaus entstand.